ÜBER MICH

Verschiedene Welten. Eine Perspektive.

Ich bin in einer unternehmerischen Familie aufgewachsen – in einer kleinen ländlichen Umgebung, zwischen Natur und Tieren. Heute lebe ich bewusst wieder auf dem Land. Weite, Ruhe und ein klarer Blick nach draußen sind für mich kein Gegenentwurf zu Ambition, sondern eine gute Voraussetzung dafür, sie nicht aus den Augen zu verlieren.

PRÄGUNG

Unternehmertum ist persönlich.

Mein Vater war Unternehmer. Meine Mutter war ausgebildete Architektin und wurde später gleichberechtigtes Mitglied der Geschäftsführung unseres Familienunternehmens. Als Kind habe ich erlebt, dass Unternehmertum nie nur ein Unternehmen betrifft. Es verändert Gespräche am Küchentisch, Beziehungen, Verantwortung und manchmal auch die Frage, wie viel von einem selbst gerade in der Arbeit steckt.

Ich habe eine starke Frau erlebt, die in einem männlich geprägten Umfeld selbstverständlich Entscheidungen getroffen und Verantwortung getragen hat. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Gründer:innen geprägt – und sie erklärt, warum mir die Unterstützung von Gründerinnen besonders wichtig ist, ohne dass mein Angebot auf sie begrenzt wäre.

ERFAHRUNG

Unternehmertum kenne ich nicht nur aus der Theorie.

Ich habe gegründet, beraten, eine Beratung aufgebaut, Unternehmen geführt und innerhalb eines großen Konzerns gearbeitet. Ich kenne Familienunternehmen, Mittelstand und internationale Organisationen – und die sehr unterschiedlichen Perspektiven von Menschen, die in ihnen Verantwortung tragen. Dabei habe ich erlebt, wie Ideen zu Unternehmen werden und wie sich Unternehmen entwickeln können.

Aber ich kenne auch die andere Seite: Partnerschaften, die funktionieren – und solche, die schwierig werden oder scheitern. Konflikte zwischen Gesellschafter:innen, anspruchsvolle Personalentscheidungen, arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, wirtschaftlichen Druck. Und ich weiß, was es bedeutet, wenn ein unternehmerischer Weg nicht gut endet und schließlich in eine Insolvenz führt.

Nicht auf alles davon bin ich stolz. Nicht alles würde ich heute noch einmal genauso entscheiden. Aber gerade die schwierigen Erfahrungen haben meinen Blick auf Unternehmertum wahrscheinlich stärker geprägt als manches, was problemlos funktioniert hat.

Irgendwann wird Unternehmertum sehr real: Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, Unsicherheit aushalten, Konflikte nicht umgehen – und manchmal akzeptieren, dass sich etwas anders entwickelt als geplant. Ich kenne nicht nur den Mut, etwas anzufangen. Ich kenne auch die Verantwortung für das, was danach kommt.

PERSPEKTIVE

Nicht provinziell. Nicht allwissend.

Meine Perspektive ist nicht lokal begrenzt. Ich habe in einer Großstadt gelebt, im Ausland studiert und gelebt, viel gereist und in sehr verschiedenen unternehmerischen und beruflichen Umgebungen gearbeitet. Das hat mir nicht die eine richtige Antwort gegeben. Aber es hat mich gelehrt, genauer hinzusehen: auf den Kontext, auf die Menschen und auf die Frage, was in einer konkreten Situation tatsächlich sinnvoll ist.

Ich muss nicht jede Antwort kennen. Aber ich sollte erkennen, wann wir die richtige Person fragen müssen. Über viele Jahre, Rollen und Branchen hinweg ist ein breites Netzwerk entstanden. Wenn eine Frage außerhalb meiner Erfahrung liegt, sage ich das offen – und prüfe, ob jemand anderes dafür der bessere Gesprächspartner sein könnte.

Tobias Schrader führt ein Pferd im Grünen

„Zwischen Unternehmen, Ideen und großen Organisationen gibt es für mich noch eine andere Welt. Natur, Tiere und das Leben auf dem Land schaffen einen Gegenpol – und oft auch die nötige Distanz, um Dinge wieder klarer zu sehen.“

„Zwischen Unternehmen, Ideen und großen Organisationen gibt es für mich noch eine andere Welt. Natur, Tiere und das Leben auf dem Land schaffen einen Gegenpol – und oft auch die nötige Distanz, um Dinge wieder klarer zu sehen.“